


Das Kloster Bârsana
Bârsana ist eine von den großen Ortschaften der Maramuresch, am rechten Ufer des Flusses Iza gelegen, 20 km von Sighetul Marmatiei entfernt.
Die erste dokumentarische Bezeugung der Gemeinde Bârsana stammt aus dem Jahr 1326,
als König Carl Robert I von Anjou in einer Urkunde den Knesen Stanislaus in dieser
Gegend anerkennt und bestätigt, und in einer anderen Urkunde wird derselbe Knese
Sohn des Bârsan genannt. Der Ortsname Bârsan(a) kommt von einer Tradition der Schafbesitzer
her, Schafe (von der Rasse bârsana) mit dichter, weicher und langer Wolle zu züchten.
Die Nachkommen des Knesen Stan Bârsan bilden auch heute noch die grundlegenden Familien
des Dorfes. In einem Dokument vom 21. Juli 1390 betreffend die Besitzungen der Familie
Dragosesti -
Das Kloster Bârsana wurde vermutlich um die Mitte des 14. Jahrhunderts von der Familie
Dragosesti auf einer ihrer Besitzungen erbaut. Somit stammt das Gotteshaus aus der
gleichen Zeit wie das berühmte Kloster von Peri, wie das von Biserica Alba, sie haben
dieselben Stifter und Wohltäter. Die alte Mönchsansiedlung, dem Schutzpatron Heiliger
Nikolaus geweiht, war eine von den bedeutendsten der Maramuresch, das beweist auch
die Tatsache, dass der letzte orthodoxe Bischof, Gavril Stefanca -
Die alte Mönchsniederlassung von Bârsana war gleichzeitig eine Schule für die Priester aus den Dörfern der Zone. Von hier beschaffte man sich auch rumänische Kultusbücher, die vielleicht in den eigenen Werkstätten gemalt wurden.
Nach 600 Jahren seit der Ersterwähnung des Klosters und nach 200 Jahren, seit es zu bestehen aufgehört hatte, beginnt das Mönchsleben in Bârsana aufs neue. Im Jahr 1993 weihte Seine Heiligkeit Justinian Chira, der Bischof der Maramuresch und von Satmar, diese von den gebeten der Vorfahren umwobene Stätte zu einem neuen Kloster ein.
Das klösterliche Ensemble ist, der örtlichen Tradition gemaß, aus Holz erbaut, nur von Meistern aus Bârsana unter der Leitung des Architekten Dorel Cordos; es umfasst das Maramurescher Tor, den Glockenturm, die Kirche (12 x 12,20 m, Höhe 57m), den Sommeraltar, das mehrstöckige Haus mit Zellen und der Kapelle, das Haus der Meister, das Haus der Künstler und neuerdings auch das Museum, das einen Überblick über die Geschichte, Kultur und Zivilisation der Maramuresch bietet.
Die Klostergemeinschaft wird gegenwärtig von Äbtissin Filofteia Oltean geleitet und besteht aus 11 Nonnen und 4 Schwestern.
Jedes jahr am 30. Juni veranstaltet das Kloster Bârsana zu LOB UND EHRE DER 12 APOSTEL, der Schutzheiligen dieser HEILIGEN STÄTTE, eine Feier.
MÖGE das Gebet unserer Vorfahren die Stifter des Klosters heiligen und erlösen, ebenso die darin wohnen und alle, die die Schwelle dieser heiligen Stätte überschreiten, die GOTT, DEM HOCHGELOBTEN, VATER, SOHN UND HEILIGEN GEIST geweiht ist. AMEN.